Montag, 17. Oktober 2016



 

 














Sonntag, 9. Oktober 2016

Indes bestätigte das staatliche Bauamt München I zuletzt, derzeit an einem "Masterplan Freiflächengestaltung" für das Kunstareal zu arbeiten. Bis Ende 2016 soll er fertig sein.

Der Marktplatz der Museen


(SZ vom 14.03.2016)

Das Vorhaben, das Kunstareal rund um die Pinakotheken als Marke zu etablieren, kommt nicht recht voran. Das "Münchner Forum" stellt nun eine Forderung an Freistaat und Stadt.
Von Stefan Mühleisen, Maxvorstadt

Geträumt und geschwärmt haben schon viele vom Münchner Kunstareal, warum sollte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) da eine Ausnahme machen.

Das Kunstareal, so schildert er den Gästen beim Neujahrsempfang der Maxvorstädter CSU seinen Traum, könne eine "Agora" sein, ein Marktplatz, ein Mittelpunkt "für dieses weltweit größte Museumsquartier".  

Dann spricht er noch von der "Jahrhundertchance" und schließt so: "Man kann träumen, was hier noch möglich ist." Allein, es gibt Menschen in der Stadt, die sich endlich Taten wünschen. Das Münchner Forum zum Beispiel.
Der Diskussionsverein für Stadtgestaltung fordert in der neuesten Ausgabe seines Online-Magazins Standpunkte, die Empfehlungen des Bürgergutachtens endlich umzusetzen. Die Zuständigkeiten würden zwischen Museen, Verwaltung und Politik hin- und hergeschoben, heißt es in einem Beitrag von Martin Fürstenberg. Er kritisiert, dass die Prüfungen und Umsetzungen der Bürgerempfehlungen viel zu lange dauern. Guido Redlich, Vorsitzender des Förderkreises Kunstareal und Mitglied im Stiftungsrat der Pinakothek der Moderne, fordert in einem Interview in dem Heft, die organisatorische Basis für die Verwaltung des Kunst-Verbunds zu schaffen.
"Kunstareal" ist bisher nur ein Name für das Projekt, Kunst-, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen auf dem Gebiet rund um die Pinakotheken zwischen Heß-, Türken-, Karlstraße und Richard-Wagner-Straße zu vernetzen. Seit 2009 gibt es den Plan von Stadt und Staat, die einzelnen Institutionen unter der Marke "Kunstareal" zusammenzufassen. Der Lehrstuhl für Städtebau und Regionalplanung der Technischen Universität (TU) München hat dazu ein Strategiepapier vorgelegt; seit zwei Jahren liegt das Bürgergutachten als knapp 100-seitiges Dossier mit detailliertem Maßnahmenkatalog vor.

Die wichtigsten Punkte: Das Areal müsse topografisch konsistenter strukturiert, die Verkehrsbelastung reduziert werden. Die großen Freiflächen zwischen den Häusern müssten ansprechender genutzt werden.  
 
Passiert ist bisher wenig. Immerhin konnten staatliche und städtische Stellen eine Steuerungsgruppe einrichten. Als Fortschritt wird von den Akteuren das sogenannte Begleitsystem gewertet, das in den kommenden Monaten installiert werden soll. Das sind Wegweiser-Stelen, in einheitlichem Design gestaltet. Als Schaltzentrale zwischen Behörden, Politik, Museen und Behörden fungiert die "Koordinierungsstelle Kunstareal", besetzt mit zwei Teilzeitkräften.
Das Münchner Forum lobt zwar die Fortschritte, mahnt die Verantwortlichen aber zum entschlossenen Handeln. Die Bürgerempfehlungen sollen nach den Worten von Martin Fürstenberg ernst genommen und umgesetzt werden. Dabei nennt er in seinem Standpunkte-Artikel etwa die Einrichtung eines zentralen Ortes, "an dem Besucher empfangen und zu aktuellen Angeboten beraten werden können". Ferner solle der Bezirksausschuss kontinuierlich in den Dialog eingebunden werden.
Der Verein legt zudem ein Konzept für neue Wegverbindungen zwischen Odeonsplatz und Kunstareal vor. "Mit Stelen allein ist es nicht getan", heißt es in dem Text. Das Kunstareal müsse optimal erreichbar sein, "hier gibt es aktuell den größten Handlungsbedarf und das größte Verbesserungspotenzial". So sollen nach der Vorstellung des Münchner Forums die Wegverbindungen durch die Brienner Straße zum Karolinen- und Königsplatz ebenso deutlich ausgeschildert werden wie die künftige Möglichkeit, durch die neue Siemenszentrale am Wittelsbacherplatz zum Kunstareal zu gelangen.

Auch einige Kreuzungen sollten umgestaltet werden. Der ehemalige Bezirksausschuss-Vorsitzende Klaus Bäumler sieht in seinem Beitrag die Neugestaltung der Freiflächen um die Museen als vordringlich an.

Den Bereich um die Pinakothek der Moderne ähnelt nach Bäumlers Worten "einer abgeräumten Baustelle". Indes bestätigte das staatliche Bauamt München I zuletzt, derzeit an einem "Masterplan Freiflächengestaltung" für das Kunstareal zu arbeiten. Bis Ende 2016 soll er fertig sein, hieß es.

Guido Redlich wirbt ebenfalls für eine bessere Gestaltung der Areale. Und er hält einen Ausbau einer eigenen Verwaltungsstruktur für zwingend. "Eine kontinuierliche Geschäftsstelle ist notwendig", sagt er und spricht sich zudem für ein regelmäßig tagendes Plenum aus. "Langfristig brauchen wir ein Kunst-Kuratorium", sagt er.

Wie umgehen mit den Propagandakunst des Nationalsozialismus?



Anlässlich der Ausstellung "Gegen Kunst. »Entartete Kunst« - NS-Kunst - Sammeln nach '45" vom 20.05.2015 bis 31.01.2016 in der Pinakothek der Moderne in München diskutieren führende Experten den Umgang mit NS-Kunst im Kunstmuseum und die Herausforderung für unseren Kanon der Moderne. Darf man Kunst des Nationalsozialismus in einem Kunstmuseum überhaupt präsentieren? Oder sind die Tabuisierungen von NS-Kunst überhaupt noch zeitgemäß?

Podiumsdiskussion mit:
Magnus Brechtken (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin), Christian Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München), Stefan Koldehoff (Deutschlandfunk, Köln), Julia Voss (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Silke Wenk (Universität Oldenburg), Christoph Zuschlag (Universität Koblenz-Landau)

Infos zur Austellung:
http://www.pinakothek.de/gegenkunst

Mittwoch, 6. Juli 2016

Architektin und Historikerin "Sehen lernen" - Kaija Voss teilt gerne ihr Wissen über Gebäude und deren Geschichte




Kaija Voss hat eine Marktlücke geschlossen: Ihr vor kurzem erschienenes Buch über das Kunstareal in München ist ansprechend, fundiert und - das erste seiner Art. Im Landkreis ist die zweifache Mutter als Dozentin, Stadtführerin und kenntnisreiche Mitstreiterin im Historischen Verein Wolfratshausen bekannt.

SZ: Sie leben seit 14 Jahren in Geretsried. Mit welchem Gefühl betreten Sie das Münchner Kunstareal?
Kaija Voss: Stadt, Weite, Offenheit - das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein. Wenn man vor den Bauten am Königsplatz oder vor den Pinakotheken steht, nimmt man gleich innerlich Haltung an. Umgekehrt genieße ich den Moment auf der Heimfahrt, wenn auf der Autobahn bei Icking erstmals die Alpen auftauchen. Dieser Kontrast, das Wechselspiel zwischen Stadt und Land, gefällt mir.
Geretsried steht nicht im Verdacht, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Können Sie als ästhetischer Mensch sich mit ihrer neuen Heimatstadt identifizieren?
Ich habe viele Heimatstädte - Berlin, München, Geretsried alles Orte, an denen ich gerne gelebt habe beziehungsweise lebe. Das erste Stück Heimat in Geretsried war für mich der Kunstbunker von Albrecht Widmann. Diese Kulturstätte gibt es nun leider nicht mehr. Aber auch wenn ich über den Karl-Lederer-Platz schlendere, fühle ich mich daheim. Mein Interesse gilt vor allem der städtebaulichen Geschichte. Ein Bunker, der in ein Wohnhaus verwandelt wurde, ist ein spannendes Sachzeugnis. Geretsried ist voll davon.
Derzeit ist die Neugestaltung des Karl-Lederer-Platzes ein großes Thema. Juckt es Sie manchmal in den Fingern, würden Sie gerne zum Zeichenstift greifen?
Überhaupt nicht. Ich bin viel mehr Historikerin als Architektin. Wenn ich zum Stift greifen würde, dann um aufzuschreiben und zu dokumentieren, was es dort derzeit zu sehen gibt - das Rathaus, den Brunnen. Ich bin kein rückwärtsgewandter Mensch. Aber mein Motto als Autorin, Dozentin und Stadtführerin lautet: Sehen lernen.
Wer lässt sich den Blick schärfen?
Die meisten Leute, die zu meinen Vorträgen und Führungen kommen, sind kunstinteressiert. Aber neulich habe ich zum Beispiel eine Gruppe von IT-lern durch die Borstei in München geführt. Sie verbringen in den Gärten immer ihre Mittagspause und wollten einmal mehr über ihre Umgebung erfahren. Jetzt wissen sie, warum es keine Balkone und Satellitenschüsseln gibt. Die Borstei ist ohnehin der Renner: Diese Führung habe ich bald schon 50 Mal gemacht - mit gleichbleibender Begeisterung - und die Wartelisten füllen sich.
Wem würden Sie gerne die Augen öffnen?
Jedem, der planerisch tätig ist. Damit unsere Städte und Dörfer nicht weiter verschandelt werden. Ich weiß ja, welcher Druck in München und Umgebung auf jeder noch so kleinen Immobilie lastet.
Wohin würden Sie denn zum Beispiel den Wolfratshauser Bauausschuss führen?
Nach Kolbermoor ins Spinnereigelände: ein historisches Gelände im Einklang mit hervorragenden modernen Gebäuden.
Und in München?
Ins Lenbachhaus, einem meiner Lieblingsplätze, weil es dort eine solche Vielfalt gibt, so viele Durchblicke. Weil es das Machbare erleben lässt: Dass sich Alt und Neu durchaus vereinbaren lassen.
Wie ist es Ihnen gelungen, als erste Autorin ein Buch über das Kunstareal München zu schreiben?
Auf die Idee hat mich ein Artikel in der SZ Anfang 2012 gebracht. Da hatte ich gerade mein zweites Buch über die Berliner Museumsinsel beendet und war sensibilisiert für zusammenhängende Museumslandschaften. Ich habe den Artikel gelesen und dachte mir: Genau, das wird dein Thema. Zusammen mit dem MünchenVerlag, in einer wunderbaren Zusammenarbeit mit meiner Projektbetreuerin Lioba Betten, ist das Buch in der vorliegenden Form entstanden. Als Einzelkämpferin wäre es sehr schwierig geworden.
Warum?
Das Kunstareal hat ein unglaubliches Potenzial, weil es nicht nur Museen beherbergt, sondern eine Vielzahl kultureller Einrichtungen, Hochschulen, Forschungsstätten, Galerien, Musiker, Studenten. Das macht es so lebendig - und so schwer zu vernetzen. Weil es keinen Ober-Guru gibt.
Ihr Buch fasst zusammen.
Ja, das sagen mir viele. Meine Hoffnung ist es, einen Anschub zu leisten, diesen Prozess zu befördern. In diesem Sinn sehe ich mich dann auch als Architektin, als Architektin einer Zukunft.
Nächster Spaziergang über das Kunstareal am Donnerstag, 9. Juni, 13.30 Uhr (Treffpunkt Lenbachhaus), Teilnahme 8 Euro, Anmeldung unter voss@architektur-sehenlernen.de; Das Buch "Kunstareal München" ist im MünchenVerlag erschienen und kostet 19,99 Euro
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Donnerstag, 11. Februar 2016

PAINTING 2.0 Na endlich mal ein Paradigmenwechsel im Kunstareal, bravo!


Maria Lassnig (1919-2014), Harte und weiche Maschine / Kleine Sciencefiction,1988,
Foto: Universalmuseum Joanneum, N. Lackner © Maria Lassnig Stiftung

 Painting 2.0: Malerei im Informationszeitalter - Museum Brandhorst

14. NOVEMBER 2015 BIS 30. APRIL 2016

 


Zum ersten Mal in München werden in einer musealen Gruppenausstellung auffällig viele Künstlerinnen gezeigt – was im 21. Jahrhundert selbstverständlich sein sollte – aber nicht immer ist. 


Der Workshop nimmt diese Tatsache unter die Lupe. Gibt es in der Schau speziell weibliche oder männliche Themen? Sind Maria Lassnigs Körpergefühlsbilder typisch weiblich? Ist das Thema Körper nur von Malerinnen wie etwa Ree Morton besetzt? Jutta Koether widmet sich der "feministischen" Frage und arbeitet bewusst mit Blümchendarstellungen nahe am Kitsch – vielleicht aber auch nicht? Kann die These aufgestellt werden, dass Frauen das Körperliche in den Vordergrund ihrer Arbeit stellen und ihre männlichen Kollegen die große Geste, die große politisch gesellschaftliche Bühne in den Fokus rücken? Gibt es am Ende Unterschiede in der Technik? 

Oder ist die gesamte Fragestellung für die jüngste MalerInnengeneration doch Schnee von gestern?
 

Im praktischen Teil arbeiten wir mit Papieren, Folien, und Kreiden und testen – nicht ohne ein Augenzwinkern – ob typisch Männliches oder Weibliches entsteht.

Mit Annegret Hoch, Künstlerin
SO 10.04.2016 | 15.30-17.30 Uhr
DO 28.04.2016 | 17.30-19.30 Uhr

Donnerstag, 22. Januar 2015

Für seinen neuen Blog reist art-Architekturkolumnist Till Briegleb durch die Welt und bespricht Neubauten....

NS Dokumentationszentrum 2015
 
Braunes Haus 1936



aus dem BLOG ART 19 / 02 / 2014
 von Till BRIEGLEB


Die meiste neue Architektur ist schlimm. Aber es geht noch schlimmer. Für seinen neuen Blog reist art-Architekturkolumnist Till Briegleb durch die Welt und bespricht Neubauten, die so falsch, schlecht und respektlos sind, dass es nur eine vernünftige Lösung für sie geben kann: "Sofort wieder abreißen!" Erster Kandidat für die goldene Abrissbirne: das NS-Dokumentationszentrum München:
Wie kann es passieren, dass ein Ort des Gedenkens an die Greueltaten der Nazis genauso aussieht wie die Firmenzentrale eines globalen Wirtschaftsprüfers? Fährt man mit dem Zug nach München hinein, steht kurz vor dem Hauptbahnhof linker Hand der weiße Würfel mit vertikalen Streifen und horizontalen Glasflächen von PricewaterhouseCoopers. Steigt man kurz darauf aus der U-Bahn Königsplatz, um ins Lenbachhaus oder die Glyptothek zu gehen, steht rechter Hand der weiße Würfel mit vertikalen Streifen und horizontalen Glasflächen des neuen NS-Dokumentationszentrums. Zufall? Absicht? Egal?
Schon der Wettbewerb 2009 für das neue bayrische Renomee-Projekt am Standort des Braunen Hauses favorisierte ausschließlich Lösungen, die eins gemeinsam hatten: erstarrte Symbol-Phobie. Bloß keine Erinnerungen an Irgendetwas, historische Spuren oder Bezüge zur einstigen NS-Parteizentrale unbedingt vertuschen, keine sprechende Haltung der Architektur, kein selbstbewusstes Gebäude. Wichtig war den Auslobern die richtige Platzierung im örtlichen Baumbestand und eine abwaschbare Hülle in der Farbe der Unschuld, die bitte niemand auf die Idee bringen solle, das Dritte Reich sei ein Münchner Kindl.

Und so fiel das Ergebnis eindeutig aus: seelenlose Klapperkisten, eine nach der anderen, die genauso einen Bogner-Flagshipstore oder eben einen Haufen Bilanz-Pedanten beherbergen könnten. Der jetzt gebaute Siegerentwurf des Berliner Architekturbüros Georg Scheel Wetzel zeigt dann auch soviel Bekenntnis zu der historischen Verantwortung der Aufarbeitung wie ein Autobahnbelag.

Das Hinterfotzige (wie der Bayer sagen würde) an dieser bedingungslosen Zweck-Neutralität ist leider, dass ihre kategorische Vermeidung jeder Symbolik ein überaus starkes Symbol geschaffen hat: das neue NS-Dokumentationszentrum, das im Herbst eröffnet werden soll, zeigt nach Außen eine erstarrte Vernunftsmaske aus Distanz, Kälte und Angst vor Empathie. In seiner architektonischen Ausdruckslosigkeit tut es so, als hätten wir die Geschichte mal wieder mit abstrakter Argumentation gebändigt. Demonstrationen der totalen Rationalität stehen aber spätestens seit Zygmunt Baumans brillanten Analysen über den Zusammenhang von Moderne und Holocaust im Ruf, mehr die kalte Verengung des Totalitarismus auf industrielle Effektivität zu illustrieren als das Feuer seiner Feinde.
Der Versuch, jede Ambivalenz aus dieser Architektur herauszuhalten, führt deswegen zu einem Gebäude, das mehr mit der herzlosen Akkuratesse seines Gegenstands zu tun hat, als ihm lieb sein kann. Diese Ausstrahlung emotionaler Unfähigkeit lässt sich dem Eiswürfel nie mehr austreiben.  Deswegen lautet die einzig vernünftige Lösung für das NS-Dokumentationszentrum in München:
Sofort wieder abreißen!

Bürgergutachten


Die Landeshauptstadt München hat ein Bürgergutachten zum Kunstareal München: Kunst, Kultur, Wissen in Auftrag gegeben. Münchner wurden gebeten, sich an diesem demokratischen Prozess zu beteiligen.

Das Gutachten wurde 13/14 realisiert, hier kann es als pdf-Datei heruntergeladen werden .


Auf You Tube gibts den Film zum Projekt:  https://www.youtube.com/watch?v=RJOjKv2mjlc.

Freiflächenworkshops im Kunstareal

Die Freiflächenkonzepte namhafter Landschaftsarchitekten sind 2001 entwickelt worden. Gerade mit Schülern/Studenten lassen sich hier wunderbare Konzepte entwickeln...
"Public Green"lädt dazu ein, städteräumliche phantasievolle Utopien digital oder auch zeichnerisch weiterzuträumen.

Atelier Le Balto/Berlin Download Praesentation

  Gross.Max/Edinburgh  Download Praesentation

 Hager Landschaftsarchitektur/Zürich  Download Praesentation

Studio Urban Catalyst/Berlin  Download Praesentation 
 
 Inside Outside/Amsterdam Download Praesentation

 


Montag, 4. November 2013

Schwabinger Kunstfund - Größere Entdeckungen sind trotzdem nicht zu erwarten.

Dass ein Steinwurf vom Kunstareal München entfernt ein verschollener Kunstschatz dieser Dimension so lange verborgen lag, ist unglaublich. Der Fund ist grandios, fabelhaft und natürlich eine Sensation - aber der Fund wirft viele Fragen auf. Für mich stellt sich allem voran die Frage: Darf die Öffentlichkeit den 1.500 Bilder mächtigen Schatz in Augenschein nehmen? 

Die Sammlung Cornelius Gurlitt - wenn ich sie hier so nennen darf - muss aus kulturhistorischer Sicht dringend ans Licht der internationalen Öffentlichkeit kommen - die dunklen Gefängniskammern der Münchner Justiz sind definitiv der falsche Ort, diese Schätze aufzubewahren. Der Fund darf kein Staatsgeheimnis sein, er gehört auch nicht in den "Giftschrank", warum auch? 

Ich wünschte mir im Haus der Kunst eine temporäre Ausstellung - rechtlich ist das sicherlich unmöglich, aber es wäre der richtige Ort um 80 Jahre nach der Ausstellung "Entartete Kunst" in den angrenzenden Hofgarten Arkaden heute im Haus der Kunst diese 1.500 Exponate auszustellen, gerade weil das Haus der Kunst als ein zentraler Tatort für die Kunst der NS-Propagandamaschinerie fungierte und auch immer wieder in den letzten Jahren mit der Aufarbeitung der Kunst im Nationalsozialismus beschäftigt war. 

Die Nationalsozialisten deklarierten die Expressionisten als "wahnsinnige Verfallskünstler" und taten alles Erdenkliche, um die staatliche Kunst- und Kulturproduktion im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie voranzutreiben. Der Vernichtungskampf und Bildersturm auf die Moderne Kunst wurde vom München strategisch geplant und rigoros verfolgt. Auf subtile Weise verstand es das NS-Regime, die Avantgarde zu diffamieren, zu demütigen und zu verfolgen und die Werke gewinnbringend zu veräussern. Wir dürfen nicht vergessen, dass einige Künstler in den Selbstmord getrieben wurden, in Konzentrationslagern gequält und ermordert wurden, weil sie ihre Gefühle und Meinungen in ihren Werken offen zeigten. Als Kunstvermittlerin träume ich von der temporären Gurlitt-Ausstellung im Haus der Kunst. Pädagogisch kann an diesem Ort wirksam/anschaulich gearbeitet werden.

Enst Ludwig Kirchner nahm sich 1938 mit einer Schusswaffe das Leben


Die Grausamkeit des Ersten Weltkriegs war unübertroffen. Die Kunst bot die Chance, die Ereignisse zu verarbeiten und das Desaster als Warnung für die nächsten Generationen für immer im historischen und kulturellen Langzeitgedächtnis zu verankern. Gerade die Expressionisten beschäftigten sich mit den inneren Gefühlswelten der Menschen. Die Sehnsucht nach Liebe, Glück, Menschlichkeit und Harmonie war sehr groß, jedoch begleiteten Hass, Tod, Krieg und Zerstörung den Alltag. Dieser "Kampf der Gefühle" wurde in den Bildern der Expressionisten überaus lebendig dargestellt und für uns Betrachter heute ist diese Unmittelbarkeit der Bilder so stark wahrzunehmen.  

Die Selbstbildnisse der expressionistischen Künstler decken oftmals tiefe seelischen Wunden auf. Das "Selbstbildnis eines Kranken" (1918) von Ernst Ludwig Kirchner ist ein berühmtes Beispiel für diese "expressionistische Selbstschau" - dieses Werk der Klassischen Moderne kann jedoch schon heute in der Pinakothek der Moderne besucht werden. Ein Besuch lohnt sich immer! 

Hildebrand Gurlitt, der Vater von Cornelisus Gurlitt war einerseits damit beauftragt, beschlagnahmten Meisterwerke und Entartete Kunst aus deutschen Museen für die Nationalsozialisten ins Ausland zu verkaufen. Zum anderen war Gurlitt nach Beginn des Zweiten Weltkriegs als einer der Haupteinkäufer für das Hitlermuseum in Linz am nationalsozialistischen Kunstraub vorwiegend in Frankreich beteiligt. 

Ach ja, dies noch zum Schluss:

Am Ende hatte sich nur gegen fünf Werke der Gurlitt-Sammlung der Verdacht erhärtet, erst zwei sind bisher restituiert. Nachdem die Taskforce aufgelöst wurde, wird am Zentrum für Kulturgutverluste in Magdeburg weitergeforscht. Für 117 Stücke der Kollektion gibt es noch Hinweise auf „NS-verfolgungsbedingten Entzug“, für 25 gilt „höchste Priorität“, sie sind stark verdächtig. Größere Entdeckungen sind trotzdem nicht zu erwarten.
Tagesspiegel 2/2016



  

Sonntag, 10. März 2013

Kremer Pigmente im Kunstareal

Glasläufer

80799 München, Barerstr. 46, 
Kremer Pigmente
Tel + 49 -89 -28 54 88

Zinnoberrot, Smalte, Bleizinngelb, Veronesererde, Lapis Lazuli, Beinschwarz und Krapplack – um nur einige der seltenen Pigmente zu nennen – sind in der Allgäuer Farbmühle zu Hause, bevor sie auf Land-, Wasser- und Luftweg in die weite Welt verschickt werden.
Restauratoren, Künstler,  Handwerker gehören zum internationalen Kundenstamm der Firma Kremer Pigmente. 1977 gründete der Diplom-Chemiker Georg Kremer sein Unternehmen, das seitdem zur ersten Adresse für den Bezug historischer Pigmente und Malmittel in der westlichen Welt avancierte. Ein kurzer Besuch im Laden gibt Einblicke in die faszinierende Welt der Farben!




Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst






Wie in eine Pharaonengruft steigt man ins neue Ägyptische Museum in München hinab. In den modernen Räumen des 21. Jahrhunderts trifft man auf Schätze aus 5.000 Jahren wie der goldenen Sargmaske der Königin Satdjehuti. Der Neubau ist als einziger außerhalb Ägyptens ausschließlich altägyptischen Exponaten gewidmet.
 

Schaustelle Pinakothek der Moderne


aus: DETAIL.DE von Von Frank Kaltenbach01.03.2013
Im Wettstreit um die Aufmerksamkeit im internationalen Kunstbetrieb lassen sich die Akteure so einiges einfallen. Spektakuläre Architektur, neue Typologien, transdisziplinäre Ausstellungskonzepte. Basel hat vor Jahren den Typus des »Schaulagers« erfunden, im Kunstareal München eröffnet am 13. April 2013 der temporäre Bau der »Schaustelle« von Jürgen Mayer H. Den Anlass bot in München allerdings nicht eine jahrelange Planung, sondern ein tiefer Riss zwischen Mauerwerk und Betonwand der Rotunde der Pinakothek der Moderne.

Dass Museen wegen Sanierungsarbeiten schließen müssen ist nichts außergewöhliches. Dass ein Haus wegen eines Bauschadens bereits 10 Jahre nach Fertigstellung den gesamten Betrieb für Monate unterbrechen muss kommt schon seltener vor. Besonders präkär wird die Situation, wenn nicht nur ein Museum in dem Gebäude untergebracht sind, sondern vier unterschiedliche Institutionen wie in der Pinakothek der Moderne. Als Lösung aus dem Dilemma kristalliesierte sich das Konzept eines temporären Ersatzbaus, eben einer »Schaustelle« ein Worthybrid zwischen Schaulager und Baustelle. Auf der Pressekonferenz am 26.Februar 2013 stellten alle vier Museumsdirektoren, die Hauptsponsoren und der Architekt den Bau und das Programm der Öffentlichkeit vor.

Um ein Museum handelt es sich bei dem 750.000 Euro teuren Provisorium an der Südost-Ecke der Pinakothek der Moderne jedoch nicht. Das Programm ist wie die ephemere Architektur prozesshaft gedacht, als offene Plattform, die die Schwellen zum Bürger abbauen soll und sich ständig weiterentwickelt – ohne Eintrittsgeld. Viel stärker als bisher müssen und wollen die vier Institutionen, die Bayerische Staatsgemäldesammlung, die Neue Sammlung – The international Design Museum Munich, die Staatliche Grafische Sammlung und das Architekturmuseum der TU München über den Sommer auf engstem Raum zusammenarbeiten. Wertvolle Originale können aus konservatorischen Gründen nicht in dem Behelfsbau gezeigt werden. Das bietet jedoch die Notwendigkeit und Chance neue Formen zwischen digitalen, virtuellen Präsentationsformen und den Originalen zu erforschen. Zahlreiche Kooperationspartner von Hochschulen, Wissenschaft und Industrie sollen sich beteiligen.

Den entscheidenden Impuls zur baulichen Gestaltung der »Schaustelle« wie sie jetzt als Gerüstbau vor der Pinakothek steht, lieferte Andres Lepik, der frischgebackene Direktor des Architekturmuseums. Er kannte ein passendes unrealisiertes Projekt von Jürgen Mayer H. für Berlin , das der Architekt für die Situation auf dem Kunstareal abänderte.

»Baustellen faszinieren mich. Vor allem die Gerüste und Plattformen bei dem Bau des Metropol Parasol in Sevilla brachten mich auf die Idee einmal ein Gebäude zu bauen, das die veränderbare Ausstrahlung und Kraft einer Baustelle hat.« erläutert Jürgen Mayer seine Inspirationsquelle.



»Das prozesshafte Denken von Cedric Price und das Centre Pompidou mit seinem Konzept der Kunst in Bewegung spielen bei diesen Überlegungen natürlich auch eine Rolle. Wir wollten eine Architektur machen wie eine Hintergrundrauschen, eine Struktur die erst beim Bespielen zu einem Bauwerk wird. Das Projekt beschränkt sich nicht nur auf den abgeschlossenen Multifunktionsraum, die offenen Plattformen auf dem Dach gehören ebenso dazu wie das gesamte Umfeld im Kunstareal.
Bei der Anpassung unseres Berliner Projekts für München waren die Rahmenbedingungen klar vorgegeben: Die Gebäudehöhe orientiert sich an der Pinakothek der Moderne, die Größe des Veranstaltungsraums gaben die Bauherren vor, die Gesamtabmessungen und die Positionierung auf dem Grundstück ergab sich durch ganz pragmatische Anforderungen wie Feuerwehrzufahrten, Abstände vom Baumbestand, ausreichende Parkplätze und schließlich Platz für die Baustelleneinrichtung.«Die »Schaustelle« soll räumlich und inhaltlich vermitteln zwischen der Institution Museum (Pinakothek der Moderne links im Bild) und den Bürgern der Stadt. Das 39,50 m lange und 15,50 m breite Provisorium erinnert an das Lattengerüst für eine potenziellen permanenten Neubau. Der komplett introvertierte Veranstaltungsraum befindet sich im Erdgeschoss und bildet sich nach außen wie ein Sockel durch eine geschlossene transluzente Hülle aus Polycarbonat-Stegplatten ab. Der Haupteingang ist kaum erkenntlich und ist nach Westen zum Parkplatz und der entfernteren Tramstation gelegt, von wo die meisten Besucher kommen. Nach oben löst sich die Struktur zunächst auf, bildet aber wieder klar artikulierte Ecken, sodass von der Plattform in 6 m Höhe Sichtachsen in die Stadt frei bleiben und die Gesamtstruktur dennoch als Kubus wahrnehmbar bleibt. Die oberste Plattform in 17m Höhe erlaubt einen Blick über die Dächer Münchens.
Andres Lepik (links) und Jürgen Mayer sind sichtlich stolz, den Abschluss der Bauarbeiten dem Staatsminister persönlich vorzustellen. Beide sind Wahl-Berliner. 2010 hatte Jürgen Mayer den Audi Urban Future Award gewonnen, Lepik war damals Vorsitzender der Jury und auch bei der »Schaustelle« konnte die AUDI AG neben dem Staatsministerium, der Stiftung Pinakothek der Moderne und PIN. Freunde der Pinakothek als Hauptsponsor und Kooperationspartner gewonnen werden.
Durch den unscheinbaren Eingang gelangt der Besucher über eine Schleuse in den hermetisch abgeschlossenen 28 m langen und 9 m breiten Ausstellungs- und Veranstaltungsraum. 531 Personen dürfen sich gleichzeitig in den 265 Quadratmetern aufhalten. »Allen sprechen von White Cube, wir wollten hier eine Black Box«, so Florian Hufnagel.
»Der wärmegedämmte Raum kann beheizt und belüftet werden, eine Klimatisierung haben wir aus Kostengründen nicht vorgesehen«. Im Moment versprüht der durch Rauchklappen, Fluchttüren und Lüftungskanäle akzentuierte Raum noch keinen Charme – man kann gespannt sein, ob sich das ab dem 8. März 2013 ändern wird, wenn der Schmuckkünstler Otto Künzli mit der entsprechenden Ausstellungsgestaltung und Lichtführung den Raum verändern sollte.h
»Ohne Bespielung ist die Architektur nur Hintergrundrauschen, im Moment ist der Raum noch mehr Baustelle als Schaustelle.« so Jürgen Mayer. »Der Bau wirkt wie ein Magnet. Die Bauteile der Gerüstkonstruktion werden dem Kreislauf des ständigen Auf-und Abbaus für die Standzeit der Schaustelle entzogen. Im Herbst schließlich wird alles demontiert und diesem Kreislauf zurückgegeben.«
Der Bau von Strukturen, die rückstandsfrei wieder demontiert werden können, ist ein interessantes konstruktives Thema. Die Tragwerksplaner von Knippers Helbig Advanced Engineering konnten ihre Erfahrungen einbringen, die sie mit dem temporären Pavillon Moma PS1 NewYork gemacht haben und der jetzt in Abu Dhabi erneut aufgebaut wird. Das Stahlrohrgerüst der Schaustelle hat ein Grundraster von 2,57 x 2,07 m und steht auf einer 30 cm dicken Fundamentplatte aus Stahlbeton. Die in die Gesamtstruktur eingestellte Raumhülle des Ausstellungsraums besteht aus einem eingeschossigen Stahlskelettbau, der außen mit schwarzen gedämmten Sandwichpaneelen beplankt ist und innen mit einer Doppellage Gipskartonplatten. Toiletten, Technik, Catering und Lager sind in Fertigcontainern aus Stahl untergebracht.

Performance Insomnia (Gärtnerplatztheater)

Cafe Jasmin Original 50er Jahre

Sehr empfehlenswertes kleines Cafe im Kunstareal, selbstgebackene Köstlichkeiten, Cafe und Zeitung, einfach wunderbar!!!
 
Steinheilstraße 20/Ecke Augustenstraße
Munich - Kunstareal
daily
10.00 am - 1.00 am
tel. +49 89 45227406




















Montag, 23. Juli 2012

Blick aufs Kunstareal

Mittwoch, 27. Juli 2011

Strategien der Kunst - Vito Acconci´s Regieanweisungen im Kunstareal anwenden...

SUBJEKT: Annäherung und Beobachtung




Vito Acconci, Proximity Piece, 1970

During the 1970 Software exhibition at the Jewish Museum, Acconci, as the wall text denoted, followed visitors around the gallery. He stood close to them. Then, at some moment in the surreptitious performance, he stood too close. The act ended when the visitor intentionally moved away from Acconci and left the museum (Kris Paulsen 2005). Zur dokumentation der performance entstehen 12 fotografien.
Vito Acconci, Transference Zone, 1972 [ anwesenheit in der galerie..]. In der gallerie sind eine art isolierungszimmer und ein wartezimmer eingerichtet. Im hauptausstellungsraum sind dokumente untergebraucht aus Acconcis lebensgeschichte (bezüglich der "prime people" aus seinem leben). Acconci selbst ist in diesem gedächtnisraum, der von innen verrigelt ist. Der besucher kann sich bei ihm anmelden und von ihm aufgenommen werden, so als wäre er/sie eine dieser "prime people": "the viewer might fall into my history, become the prime person".

Vito Acconci, Security Zone, 1971
A person is chosen as my guard and opposition party. He is specifically chosen; someone about whom my feelings are ambiguous, someone I don't fully trust. We are alone together at the far end of the pier. I'm blindfolded, my ears are plugged, my hands are tied behind my back.
I walk around the pier; I attempt to gain assurance in walking around the pier (putting myself in the other person's control, testing whether I can trust in that control). The other person decides how he wants to use that trust I am forced to have in him. The piece is designed for our particular relationship; it tests that relationship, works on it, can possibly improve it." (V.A.)

Dienstag, 5. April 2011

Sivananda Yoga Center im Kunstareal



Gedanken sind Kräfte - Wie man sie nutzen kann
Kostenlose Gruppenmeditation
Die Meditationsabende bieten eine gute Möglichkeit, sich mit positiver Energie zu umgeben und aufzuladen. Meditieren in der Gruppe ist leichter und führt zu einer tiefen Meditationserfahrung.
Mantrasingen beflügelt den Geist und erhebt die Gedanken, verschiedene Aspekte der Yogaphilosophie werden anschaulich erklärt. 

Ablauf:
 Jeweils ca. 30 Minuten stille Meditation, Mantrasingen, Vortrag zu verschiedenen Aspekten des Yoga. Sehr friedvolle Atmosphere.

Keine Vorkenntnisse erforderlich. Teilnahme nur für die gesamte Dauer möglich.

Urbanes Lernen - der öffentliche Raum als Kultur- und Bildungslandschaft. Salonveranstaltung am Mi., 13.4.2011 im Rathaus (Kleiner Sitzungssaal, Eingang Pforte Fischbrunnen). Beginn 18.00, Ende ca 21.00 (mit kleinem Umtrunk und Imbiss, Eintritt frei)



Im Vorfeld der Aktionsausstellung „kunstwerkStadt. Urbanes Lernen durch Interaktion, Irritation, Intervention“, die im Oktober 2011 in der Rathausgalerie stattfinden wird, sind alle Interessierten zu dieser Auftaktveranstaltung herzlich eingeladen.

Neben der Vorstellung des Ausstellungsprojekts, spricht die Londoner Künstlerin und Kunstvermittlerin Lottie Child über ihre Arbeit (in engl. Sprache). Bei dem von ihr entwickelten „Street Training“ geht es um eine experimentell-lustvolle Erforschung der in den Stadtraum eingeschriebenen Verhaltens-„Aufforderungen“ - und die spielerische Erweiterung und Überschreitung der ungeschriebenen Gesetze.

In gemeinsamen, performativen Akten entstehen kreative Verhaltensformen und neue, überraschende Nutzungen des Stadtraums, die für Irritation und Verschiebungen in der Wahrnehmung sorgen: bei den Beteiligten ebenso wie bei Passanten. In München wird Lottie Child im Rahmen des Ausstellungsprojektes mit Jugendlichen rund um die Rathausgalerie arbeiten.

Das Ausstellungsprojekt kunstwerkStadt ist eine Kooperation von PA/Spielkultur e.V. / Jugendkulturwerk und dem Kulturreferat der Stadt München, in Verbindung mit der AG inter@ktiv und weiteren Partnern.

kunstwerkStadt will den öffentlichen Stadtraum unter den Aspekten der Bildung, des Lernens und der Teilhabe diskutieren. Künstlerische und kulturvermittelnde Projekte sind eingeladen, ihre Arbeit vorzustellen, Workshops und Aktionen zu realisieren. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Samstag, 19. März 2011

Abholzaktion oder neue Sichtachse

Verärgerte Anwohner sprechen von einer Abholzaktion: Rund um die Alte Pinakothek ist die Ligusterhecke gerodet worden. Die 'Entgrünungsaktion' hat das Staatliche Bauamt München 1 vornehmen lassen. Die Idee dazu stammt aus dem Workshop zur Entwicklung des Kunstareals, erklärt die für die Museen zuständige Baudirektorin Dorothea Lenz. In dem Workshop sei die mangelhafte Durchlässigkeit und Sichtbeziehung zwischen Alter und Neuer Pinakothek beklagt worden. Zwischen allen städtischen und staatlichen Beteiligten habe Einigkeit bestanden, die Hecken und das Unterholz auszulichten, um die Bezüge zwischen beiden Pinakotheken 'freizumachen'. Die Rodung von Hecken sei außerdem genehmigungsfrei. 'Mit dem Ergebnis sind die meisten Leute einverstanden', meinte Lenz. Allerdings gibt es auch Kritik von Anwohnern, für die das Areal als 'Naherholungsgebiet' dient. Für problematisch halten vor allem Eltern die Abholzaktion in Sorge um ihre spielenden Kinder. Denn die Hecke habe auch als 'Auffangnetz' für Bälle gedient, die nun ungehindert auf die Straße rollen könnten^.

Sonntag, 6. März 2011

慕尼黑艺术区 Munich Art Quarter

慕尼黑艺术区
Munich Art Quarter

慕尼黑艺术区鸟瞰图
慕尼黑艺术区(Kunstareal München)位于土耳其大街(Türkenstraße)与路易斯大街(Luisenstraße)之间,由七座博物馆组成。在这里,游客可以看到从古代大师的绘画作品到现代艺术的丰富绘画作品,当然还有雕塑、雕像和从古至今大量的艺术品。特别展览和交替展览可根据需要提供导游服务。周一闭馆,新绘画陈列馆(Neue Pinakothek)周二闭馆。
 
慕尼黑艺术区(Kunstareal München)位于马克斯城区(Maxvorstadt)的博物馆区,那里几乎集中了这座城市所有重要的艺术博物馆和美术馆。在这里,参观者一定会为能欣赏到源自各个艺术时期的杰作而感叹,并可展开一场跨越艺术历史的时间之旅。
 

源自各个艺术时期的杰作
Masterpieces from every artistic period

观赏艺术品总是一次感官体验,慕尼黑艺术区可以为参观者提供很多这样的体验。三座绘画陈列馆(老绘画陈列馆、新绘画陈列馆、现代绘画陈列馆)连同雕塑作品展览馆、古代文物展览馆、伦巴赫美术馆(Lenbachhaus)以及沙克美术馆(Schack-Galerie)共同构成了一个独一无二的艺术群,展出的艺术作品跨越古希腊罗马时期、中世纪晚期直至当代。布兰德霍斯特博物馆(Museum Brandhorst)将在2008年秋天展出乌多·布兰德霍斯特(Udo Brandhorst)和安内特·布兰德霍斯特(Annette Brandhorst)大量丰富的收藏,由此艺术区也将会扩大。除了大型博物馆之外,随着时间的推移,12座美术馆也陆续在此落户,它们和那些博物馆共同成为艺术爱好者的天堂。
 

Samstag, 5. Februar 2011

Raum und Gefühl - Der Spatial Turn und die neue Emotionsforschung - im Kunstareal könnte das spannend werden ...

Raum und Gefühl, Gertrud Lehnert


Gertrud Lehnert (Hg.)
Raum und Gefühl

Der Spatial Turn und die neue Emotionsforschung
Januar 2011, 368 S., kart., zahl. Abb., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-1404-6
Reihe Metabasis

Wie verhalten sich Räume und Gefühle zueinander? Dieses Buch zeigt, dass sich Räume und Affekte wechselseitig bedingen und hervorbringen: ohne Gefühle keine Räume, ohne Räume keine Gefühle.
Exemplarische Fallbeispiele nehmen die Dynamik dieser konstitutiven Verschränkung in den Blick, die bislang weder in der boomenden Emotionalitätsforschung noch in der Raumtheorie programmatisch analysiert worden ist.
Ein Buch voller innovativer Perspektiven sowohl auf die Raum- als auch auf die Emotionsforschung.
Gertrud Lehnert (Prof. Dr.) lehrt Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft an der Universität Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Geschichte der Mode, Raum- und Emotionsforschung, europäische Lyrik sowie Gender Studies.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Dokumentarfilme in der Pinakothek der Moderne Von Renate Heilmeier

http://www.dradio.de/picts/dkultur_programm.gif

01.12.2010 · 23:05 Uhr
Pinakothek der Moderne, München (Bild: Pinakothek der Moderne)Pinakothek der Moderne, München (Bild: Pinakothek der Moderne)

Für den zweiten Blick

Dokumentarfilme in der Pinakothek der Moderne

Von Renate Heilmeier

Es sind nicht die besonders diskutierten Dokumentarfilme oder berühmte Filmemacher wie Michael Moore, die sich "Subjektiv - Dokumentarfilm im 21. Jahrhundert" herausgreift. Das mag auf den ersten Blick eine Enttäuschung sein. In der Ausstellung geht es aber auch um generelle Trends eines Genres - und die zeichnen sich auch schon in Erstlings- oder Abschlussfilmen ab.

Projektgruppe um Oberbürgermeister Christian Ude und Minister Heubisch erste Vorschläge für die Gestaltung des Areals


Bis Ende des Jahres erwartet die Projektgruppe um Oberbürgermeister Christian Ude und Minister Heubisch erste Vorschläge für die Gestaltung des Areals. Zum einen sollen Kultureinrichtungen im Umfeld der Pinakotheken in Zukunft besser zusammenarbeiten. Zum anderen hoffen Heubisch und Ude, dass ein Kunstareal Münchens Chancen für die Olympiabewerbung 2011 erhöht.