Verärgerte Anwohner sprechen von einer Abholzaktion: Rund um die Alte Pinakothek ist die Ligusterhecke gerodet worden. Die 'Entgrünungsaktion' hat das Staatliche Bauamt München 1 vornehmen lassen. Die Idee dazu stammt aus dem Workshop zur Entwicklung des Kunstareals, erklärt die für die Museen zuständige Baudirektorin Dorothea Lenz. In dem Workshop sei die mangelhafte Durchlässigkeit und Sichtbeziehung zwischen Alter und Neuer Pinakothek beklagt worden. Zwischen allen städtischen und staatlichen Beteiligten habe Einigkeit bestanden, die Hecken und das Unterholz auszulichten, um die Bezüge zwischen beiden Pinakotheken 'freizumachen'. Die Rodung von Hecken sei außerdem genehmigungsfrei. 'Mit dem Ergebnis sind die meisten Leute einverstanden', meinte Lenz. Allerdings gibt es auch Kritik von Anwohnern, für die das Areal als 'Naherholungsgebiet' dient. Für problematisch halten vor allem Eltern die Abholzaktion in Sorge um ihre spielenden Kinder. Denn die Hecke habe auch als 'Auffangnetz' für Bälle gedient, die nun ungehindert auf die Straße rollen könnten^.
Das Kunstareal München wird neu gestaltet. Das Pariser Landschaftsarchitekturbüro Atelier Roberta hat den Ideenwettbewerb gewonnen – mit lauter grünen Ideen
Es ist ein Garten Eden, der da mitten in München wächst. Das Kunstareal: 18 Museen und Ausstellungsräume, mehr als 20 Galerien, sechs international renommierte Hochschulen, 5000 Jahre Kulturgeschichte auf 66 Hektar. Einen „eigenen Kulturstaat in der Stadt“ nennt’s Kunstminister Markus Blume bei einer Pressekonferenz am 23. Juli 2024. Und verweist darauf, dass die Vatikanstadt nur 44 Hektar umfasst. In der Tat: In diesem „Filetstück“ Münchens kann man Kunst von Weltrang erleben. Vor anderen Metropolen wie London oder Paris braucht sich hier niemand zu verstecken. Allein: So richtig hausieren ging man in den vergangenen Jahrzehnten nicht mit diesem Schatz. Man wirbt gern mit Oktoberfest und FC Bayern. Dabei ziehen auch die Pinakotheken, das Brandhorst oder das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst Millionen Besucherinnen und Besucher in die Stadt. So stellt sich das Pariser Landschaftsarchitektur Atelier Roberta das Kunstareal der Zukunft vor. © Atelier Roberta Wie können wir di...